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Geschichte und Gegenwart

Das städtische Museum wurde in Česká Třebová aus der Initiative des hiesigen Lehrers Jan Tykač (1842 Čelákovice, +1921 Česká Třebová) 1888 gegründet. Träger wurde der Museumsverein Česká Třebová, seine Aufgabe wurde die Dokumentation der Geschichte der Stadt und ihrer Einwohner.

Erster Verwalter des Museums wurde gerade Jan Tykač, der in dieser Funktion bis zu seinem Tod verblieb. Wie ein roter Faden zieht sich durch die ersten Existenzjahre das Problem mit der Unterbringung der Sammlungen. Das Museum befand sich nämlich auf dem Marktplatz im Gebäude der Volksschule und verfügte nicht über genügend Räumlichkeiten. Trotzdem wickelte das Museum sowohl Sammel- als auch Präsentationstätigkeiten ab. 1891 wurden einige Gegenstände aus seinen Sammlungen sogar auf der repräsentativen Allgemeinen Jubileumslandesausstellung in Prag ausgestellt, vier Jahre später dann auf einer nicht weniger Völkerkundlichen Ausstellung von Prestige in Prag. Schwierigkeiten mit dem Mangel an Räumlichkeiten wurden teilweise 1916 gelöst, als das Museum einen Teil seiner Sammlungen aus dem Volkschulgebäude in die neu gebaute Realschule umzog. Hier wurde ein Jahr später eine neue ständige Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Als 1921 der Gründer und langjähriger Verwalter des Museums starb, nahm sich der Lehrer František Michalec der Leitung des Museums an. Während seiner Wirkung – im Jahre 1935 – wurde das Museum in drei Räume im neuen Rathausgebäude auf dem Marktplatz verlegt. Ein Jahr später wurde F. Michalec in seiner Funktion durch den Professor des hiesigen Gymnasiums Karel Ransdorf abgelöst. Dieser wurde dann 1937 durch den Lokführer Bohumil Blecha ersetzt. Im Frühjahr 1938 wurde dem Museum, das gerade 50 Jahre seit seiner Gründung feierte, das ganze zweite Stockwerk des neuen Rathauses auf dem Alten Marktplatz zugeteilt. Eine vielversprechende Entwicklung wurde jedoch durch die politische Situation zerstört. Nach der Besetzung von Böhmen und Mähren wurden die kürzlich gewonnenen Räumlichkeiten dem Museum weggenommen und die Sammlungen wurden wieder umgezogen, diesmal in das Gebäude des alten Rathauses.

Ende des Jahres 1944 wurde Bohumil Blecha als Leiter der Institution durch den Buchhalter Stanislav Guthem abgelöst, der das Museum bis Ende des Jahres 1957 leitete. Anfang des nächsten Jahres wurde der Lehrer Bohuslav Štangler Verwalter des Museums. Unter seiner Leitung veranstaltete das Museum eine ganze Reihe Ausstellungen mit regionalen Themen. Er selbst war Autor einiger populär-wissenschaftlicher Publikationen. Er beendete seine Arbeit im Museum Ende des Jahres 1968. Von Anfang 1969 bis 1985 war Emil Mikolecký Verwalter des Museums. Auch mit seinem Namen ist eine Reihe erfolgreicher Ausstellungen verbunden.

Mit dem Jahr 1972 begann jedoch für das Museum eine schwere Epoche. Die Sammlungen wurden aus dem alten Rathaus in gänzlich unpassende Lagerräumlichkeiten, insbesondere in das Objekt der ehemaligen Horak Druckerei verlegt. Hier blieben sie ganze 14 Jahre der Feuchtigkeit, Insekten und unpassenden Temperaturen ausgesetzt. Eine Reihe wertvoller Gegenstände wurde unwiederbringlich beschädigt.

Ab 1985 verwaltete der Technologe, Projektant der Tschechischen Bahn (ČSD) Jiří Pištora das Museum. Ihm kam dabei eine schwere Aufgabe zu, die Rettung der Sammlungen. 1986 wurden dem Museum drei Räume im Erdgeschoss des neuen Rathauses zugewiesen. Zu dieser Zeit schimmerte für das Museum sogar die Hoffnung auf ein eigenes Objekt und zwar auf das Haus Nr. 11 in der Klacel Strasse im unmittelbaren Stadtkern. Die Baumaßnahmen begannen 1987, die 1989 gestarteten gesamtgesellschaftlichen Veränderungen verkomplizierten jedoch die Situation. Auf das Haus wurde ein Restitutionsanspruch erhoben, die Umbauarbeiten wurden gestoppt und Gerichte befassten sich mit dem Fall. Das Gerichtsverfahren wurde 2000 abgeschlossen. Seitdem gehört das Haus der Stadt, es ist jedoch geschlossen und wartet auf eine eventuelle Renovierung.

Während des Prozesses um das Haus Nr. 11 mussten die Sammlungen aus den unpassenden Lagerräumen umgezogen werden. Für diesen Zweck wurden 1992 Räumlichkeiten in dem ehemaligen Kommandogebäude in der verlassenen Kaserne in der Semaniner Strasse zugewiesen. Dieses Objekt dient als Verwahrer der Museumssammlungen bis heute. Schrittweise wurde das Gebäude mit einer Sicherheitsanlage und mit modernen Aufbewahrungssystemen ausgestattet. Die Ausstattung wurde mit nicht geringen Beträgen vom Kultusministerium der Tschechischen Republik und vom Bezirk Pardubice bezuschusst. Die Frage nach der Aufbewahrung der Sammlungen wurde somit zufriedenstellend gelöst. Offen bleibt nach wie vor die Frage nach dem Aufbau der ständigen Ausstellung des Museums. 1995 wurde das Museumsbüro aus dem Erdgeschoss des neuen Rathauses in die nächsten provisorischen Räumlichkeiten umgezogen, diesmal in das Objekt des Volkshauses in der Kozlov Strasse 565. Hier – wieder in unpassenden Räumen – siedelte das Museum bis 2006, um abermals in weitere provisorische auch wenn diesmal würdige Räume im Haus Nr. 80 in der Klacel Strasse umgezogen zu werden. Zurzeit nutzt das Museum den Ausstellungsraum des Kulturzentrums Česká Třebová und kann somit zumindest in der Form kurzer Ausstellungen den Interessenten das, in über 120 Jahren angesammelte, reiche Kulturerbe der Region präsentieren.

Seit 2003 ist Jana Voleská, Absolventin der Fachrichtungen Geschichte und Museologie der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Schlesischen Universität in Opava Direktorin des Museums.

Obwohl das Museum immer noch nicht über eine eigene Ausstellung verfügt, versucht es alle seine Aufgaben zu erfüllen – Aufbau und Verwaltung der Sammlungen und ihre Nutzung für Bildung, Erziehung und Wissenschaft. Das Museum tut es – neben den bereits erwähnten kurzen Ausstellungen – mittels Publikationen, regelmäßigen Vortragsreihen sowie gelegentlichen Veranstaltungen (2008 Symposium František Matouš Klácel, Philosoph, Schriftsteller und Journalist). Seit 2007 stellt das Museum die Ausstellung des unter Denkmalschutz stehenden Häuschens von Max Švabinský in Kozlov sicher. Seit Sommer 2008 bietet das Museum auch eine qualifizierte Führung in der Rotunde der Hlg. Katharina in Česká Třebová.

Baudenkmals

Das Häuschen des Max Švabinský
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Öffnungszeiten:
Juni – August täglich
außer Montag:
9-17 Uhr
September – Oktober
Samstage und Sonntage
12-16 Uhr

Andere Termine auf Anfrage
tel.: +420 465 534 516
Eintritt:
30 CZK
Ermäßigt 20 CZK
Familienkarte 50 CZK

Mehr Informationen

Die Rotunde der Hlg. Katharina
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Öffnungszeiten:
Juli - August täglich
außer Montag
9-12 13-17 Uhr

Andere Termine auf Anfrage
tel.: +420 465 534 516
Eintritt:
30 CZK
Ermäßigt 20 CZK
Familienkarte 50 CZK

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Die Internetseiten entstanden dank der finanziellen Unterstützung des Bezirks Pardubice, mit dem Zuschuss für die Unterstützung von Projekten für die Präsentation kultureller Sehenswürdigkeiten.